Ein Härtetest für jede Ehe

Wer glaubt, dass drei Wochen Urlaub miteinander oder der Besuch der Schwiegermutter Ehen auf die Probe stellen, der hat noch nichts vom Ehepaar-Vierer am Schmitzhof gehört! 18 Loch mit dem Partner – das sind Höhen und Tiefen, doppelte Schweiß- und Wutausbrüche, aber auch innige Gefühle von Zusammengehörigkeit oder sogar gemeinsamem Triumph.

Am letzten Sonntag hatte ich Gelegenheit, einige Paare auf ihrer Runde zu begleiten.
Gleich nach meiner Ankunft traf ich Heike Wolters am Puttinggrün, die mir entgegenrief: „Harry, heute brauchst du keine Fotos von mir zu machen.“ Ich entgegnete, „Aber zusammen mit deinem Mann, oder?“ Darauf erwiderte sie: „Ach, der kann sich fürs Foto eine andere Frau suchen. ;-)“ Ich zu Willi: „Hast du das eben gehört?“. Willi sagte nur trocken: „Klar, aber du bist ja dabei, wenn ein Foto gemacht wird!“.

Zwei prominente Paare traf ich dann auf dem Platz: das fröhliche Ehepaar Schrötgens, das zusammen mit Bodo Schneider und Maria Hamm unterwegs war. Bodo erzählte lachend von seinem Foto, das aktuell in einem Golf-Magazin abgebildet ist. Es weckt Assoziationen zu Tiger Woods. Bodo ist sich aber sicher, dass der Profi nicht so gut wie er selbst spielen wird, wenn er erst mal in sein Alter kommt. Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Bei Bodos Vergleichen ging es lediglich um das Golfspiel, nicht um das Liebesleben des Tiger.

Schön auch die Begegnung mit Ehepaar Specks, wie immer schick gekleidet und super in Form. Sie schienen den gemeinsamen Tag einfach zu genießen.

Dagmar und Ulrich Thaler gewährten mir Einblick in ein paar schöne Szenen einer Ehe. Uli gab seiner geduldigen Frau immer wieder Anweisungen für ihr Golfspiel und zeigte ihr, wie sie den Ball am besten schlagen müsse. Währenddessen machte ich ein Porträtbild von ihm, das Dagmar mit den Worten kommentierte: „Das ist typisch Uli. Genauso guckt er in der Praxis auch immer!“ … Später sah ich die beiden in enger Umarmung über den Platz gehen.

Wer das Turnier gewonnen hat, das könnt ihr der Siegerliste entnehmen. An dieser Stelle möchte ich denjenigen Spieler erwähnen, den ich zum ‚Ehemann des Turniers‘ küren würde: Lothar Kempgens! Einige Löcher lang konnte ich beobachten, wie er sich immer wieder bückte.

Er tat dies, um Pitchmarks zu reparieren – und zwar nicht nur seine eigenen, sondern auch die von seiner Frau und die von anderen Spielern! Irgendwann rief er mir zu: „Harry, am Ende des Jahres bekomme ich die Goldene Pitchgabel! … Ich muss ja nicht nur hier arbeiten. Zu Hause geht es weiter. Da muss ich dann auch noch kochen!“ Worauf ich ihm zusagte, dass ihm bald auch eine Goldene Essgabel überreicht werde …

Leider konnte ich nicht bis ganz zum Ende des Turniers bleiben, aber ich hatte am Nachmittag noch genug Zeit den Test durchzuführen, den mir Heike Wolters zu Turnierbeginn mit diesen Worten empfohlen hatte: „Harry, wenn Du wissen willst, ob das Spiel gut war, mach ein Foto vorher und nachher. Wenn sie lachen, ist alles in Ordnung.“ Wie man an dem Flight der Wolters und Hertels sehen kann, WAR alles in Ordnung!


Willi fasste die Stimmung so zusammen: „Alles im jrünen Bereich. Wir haben uns jut vertragen!“

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